Astrologischer Blick ins 2018

(Interview mit der dipl. psychologischen Astrologin E. Scherrer)

  • Wie Sie besser mit den Herausforderungen dieses Jahres umgehen können
  • und was Sie für’s 2018 beachten müssen, damit Sie gelassener durch das Jahr kommen

Letzten Monat war ich bei Edith Scherrer an einem Vortrag, in welchem die astrologischen Themen des neuen Jahres beleuchtet wurden.

Daraus entstanden ist die Idee, ein paar Aspekte aus diesem Vortrag für die Leser herauszupicken, mit besonderem Augenmerk auch auf das Thema Stressmanagement. Ich freue mich sehr, dass Edith Scherrer sich bereit erklärt hat, ein paar Fragen zu beantworten. Herzlichen Dank, liebe Edith!

Letztes Jahr hatten wir das Jahr der Sonne und das Jahr 2018 ist aus astrologischer Sicht ein Venusjahr. Die römische Göttin Venus steht bekanntlich für Liebe und Schönheit. Bedeutet dies Glück in der Liebe? Oder was hat es mit dem Venusjahr auf sich?

Jedes Jahr steht unter der Regentschaft eines Planeten – und ab der Frühlingstagundnachtgleiche am 20.3.18 wird dies die Venus sein.

Ob die Göttin der Liebe, Schönheit und der Harmonie nur Glück und Frieden bringen wird, wage ich zu bezweifeln.

Aber bestimmt werden die Themen Beziehungen, Werte und Wertvorstellungen im Fokus stehen.

Diese Themen erleben eine Prüfung im Sinne von: was ist echt, authentisch und lebendig? In Beziehungen erleben wir vor allem im Sommer – und im Spätherbst (bis Mitte November) Herausforderungen, in denen wir uns darauf besinnen müssen,

welchen Wert unsere Beziehungen für uns (noch) haben und ob sie der Prüfung nach Echtheit standzuhalten vermögen.

Ganz allgemein gehalten, was erwartet uns im 2018?

Ganz grundsätzlich erleben wir ein Jahr, das geprägt ist von Ernsthaftigkeit, Innerlichkeit, einem starken Bedürfnis nach Sicherheit, Klarheit und einem festen Boden.

Da diese Qualitäten in einer Zeit von grossen Veränderungen und einem rasanten Wandel in allen Bereichen unseres Lebens schwer im Aussen zu finden sind, richten wir unseren Blick im besten Fall mehr nach innen und geben den Dingen Aufmerksamkeit, die für uns wichtig sind.

Dabei geht es mehr um „Qualität statt Quantität“ und „weniger ist mehr“.

Was ist wichtig und hat Bedeutung für mich? Was gibt mir Halt und Sicherheit? Auf was kann ich mich verlassen? Was hält mich in bewegten Zeiten?

Die Themen Arbeit, Leistung, Disziplin, aber auch das Bedürfnis nach Ordnung, Kontrolle und Sicherheit werden in den nächsten 2 Jahren auch gesellschaftlich im Fokus stehen.

Ausserdem geht der Trend nun eher in Richtung Werterhaltung und Nachhaltigkeit – und das Bedürfnis nach natürlicher und echter Qualität wird in vielen Bereichen spürbar und sichtbar werden. Im Gegensatz zu den Turbulenzen des letzten Jahres verlangsamen sich die Prozesse und die Stimmung wird verhaltener – vielleicht auch pessimistischer.

Welches sind die Herausforderungen für dieses Jahr?

Wir erleben zunehmend, dass vieles was uns vertraut und sicher schien, an Bedeutung verliert, verschwindet oder zusammenbricht. Viele Menschen sind verunsichert und orientierungslos.

Die grosse Herausforderung besteht darin, sich einerseits der neuen Zeit und den neuen Möglichkeiten zu öffnen – aber anderseits die eigenen Werte, den eigenen Halt nicht zu verlieren.

Besonders in diesem Jahr geht es darum, das loszulassen und zu bereinigen, was der Entwicklung nicht mehr dient.

Alles was zuviel, überfüssig oder nicht mehr lebendig ist, will losgelassen werden, damit der Platz frei wird für Neues – oder vielleicht auch dafür, dass wir uns dem zuwenden können, was uns wirklich wichtig ist.

Wie gehen wir am besten mit diesen Konstellationen um?

Indem wir den Blick mehr nach innen richten und herausfinden, was für uns wertvoll und wesentlich ist. Indem wir unsere Ziele klar vor Augen halten und nach der Devise „weniger ist mehr“ unseren Willen und unseren Fokus darauf richten, was wir – unter Berücksichtigung unserer Grenzen – erreichen können und zu leisten vermögen.

Die Gefahr besteht, dass wir uns zu sehr von unserem Perfektionismus leiten lassen – es wird deshalb auch wichtig sein, etwas mehr Gelassenheit zu üben und bewusst einmal etwas so stehen zu lassen wie es ist.

Bezogen auf das Thema Stressmanagement, auf was dürfen wir besonders achten?

Die Energien dieser Zeit entsprechen sehr stark dem Element ERDE. Das heisst Langsamkeit, ein Schritt nach dem andern, Ruhe und Gelassenheit sind Qualitäten, die uns wohltun.

Es wäre gut, unsere Zeitstrukturen zu überprüfen und dahingehend zu verändern, dass wir uns für die einzelnen Dinge mehr Zeit nehmen oder lassen – das könnte aber auch heissen, dass wir uns von „weniger ist mehr“ leiten lassen und tatsächlich einiges aussortieren und verabschieden müssen.

Gerade in unserer hektischen Welt mit den unzählig vielen Impulsen tun wir gut daran, uns immer wieder Zeiten der Ruhe einzuplanen und unsere Bedürfnisse ernst zu nehmen.

Achtsamkeit, Ruhe, Aufenthalt in der Natur, bewusste Nahrungsaufnahme und dem Körper besondere Aufmerksamkeit zukommen zu lassen – das sind Qualitäten des Elements ERDE – und dieses Element erhält im Jahr 2018 eine ganz wichtige Bedeutung.

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Edith Scherrer schafft es immer wieder wunderbar, das komplexe Thema der Astrologie in einfache und verständliche Worte zu fassen. Ich durfte bei ihr die Grundlagen der psychologischen Astrologie erlernen und auch von ihrer Begleitung in persönlichen Belangen profitieren.

Mit ihrem grossen Wissens- und Erfahrungsschatz begleitet Edith Scherrer einfühlsam Menschen in ihren persönlichen Prozessen als Psychologin und als psychologische Astrologin. Seit vielen Jahren führt sie ihre Praxis in Basel, wo sie auch diverse Seminare zum Thema Astrologie anbietet.

Einsteigern und solche, die einen ersten Einblick ins Thema Astrologie gewinnen möchten, kann ich das eintägige Seminar zu den 4 Elementen empfehlen. Im Januar bietet E. Scherrer jeweils für alle Interessierte (auch für Nichtastrologinnen) einen Blick ins neue Jahr an.

http://www.astrologiescherrer.ch/